Kapitalaufbau und Versicherungsschutz sinnvoll ergänzen

Es gibt heute wohl keinen Menschen, der sich kein finanzielles Polster aufbauen und sich rundum absichern möchte. Häufig steht jedoch die Frage, wie die optimale Absicherung aussehen könnte. Analysiert man die Schadensfälle, die einem im Leben treffen können, dann bekommt man ein Bild davon, welcher Schutz für Jedermann ratsam ist und welche zusätzliche Versicherung und Geldanlage nur für bestimmte Personengruppen empfehlenswert ist.

Der Gesetzgeber hat hier in der Bundesrepublik Deutschland schon einmal ein Stück für seine Bürger vorgedacht und einige Versicherungen zur gesetzlichen Pflicht erhoben. Das beginnt bereits bei der Krankenversicherung, die wirklich jeder haben muss. Dabei stehen drei Varianten zur Verfügung. In Abhängigkeit von der Art des Anstellungsverhältnisses und des persönlichen Einkommens kann die Pflichtversicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse in Frage kommen, die beitragsfreie Familienversicherung möglich sein oder man darf sich eine private Krankenversicherung frei wählen. Das gilt für das ganze Leben von der Geburt bis zum Tod.

Auch die Haftpflicht in der KFZ Versicherung wurde zur Pflicht für alle motorisiert bewegten Fahrzeuge erhoben. Kann man den Versicherungsnachweis nicht erbringen, erhält man keine Zulassung und kein amtliches Kennzeichen für das Fahrzeug. Ohne diese Dinge darf das Auto oder Motorrad im öffentlichen Straßenverkehr nicht fahren, weil man sich sonst strafbar machen würde und hohe Bußgelder bis hin zum dauerhaften Entzug des Führerscheins riskiert.

Andere Versicherungen können optional abgeschlossen werden. Die Notwendigkeit einer Hauratversicherung und Unfallversicherung ist de facto für Jedermann gegeben, weil es ein allgemeines Risiko dafür gibt. Das gilt analog auch für die private Haftpflichtversicherung, die besonders ratsam ist, wenn man Kinder im Haushalt hat. Schnell wird ein offenes Fenster oder der Wasserhahn vergessen oder die Kids spielen Fußball und die Scheibe eines Nachbarn geht zu Bruch. Dann ist es hilfreich, wenn man nicht selbst in den Geldbeutel greifen, sondern nur eine Schadensmeldung an die Versicherung machen muss.

Der Kapitalaufbau steht ebenfalls bei vielen Menschen im Vordergrund. Sie bleiben mit einer Einlage beim Tagesgeld ständig flexibel oder können sich mit einem Festgeld mit besseren Zinsen für kurze Zeiträume festlegen. Langfristig vertraglich festlegen muss man sich beim Sparplan und bei der Kapitallebensversicherung, weil hier regelmäßig jeden Monat eine bestimmte Summe eingezahlt werden muss. Dafür sind sie wie auch der Bausparvertrag aber gute Möglichkeiten, sich auf einen Kredit für den Hausbau vorbereiten zu können, denn man bekommt in der Ansparphase lukrative Guthabenzinsen und darf sich auf niedrige Zinsen beim Kredit freuen, weil man eventuell damit sogar einen Anteil von mehr als den geforderten zehn Prozent Eigenkapital mit einbringen kann.


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